Ein wirklich hilfreiches und nützliches Werkzeug, besonders für Traffic-Threshold-geplagte UMTS-Nutzer mit einer Debian testing/unstable (o.ä.) Installation, ist apt-offline. Es kann über das Debian-Repository installiert werden, oder für Windows heruntergeladen werden.

Beispielszenario

Ich bin UMTS-Nutzer, habe aber mehrmals die Woche Zugang zu einem Rechner, der an einem flotten Internetanschluss hängt (z.B. mit Windows). Über meine UMTS-Verbindung habe ich eine Informationsübertragungsbegrenzung von 5 GiB/Monat, möchte aber dennoch Debian/testing verwenden, für welches das Debian-Team auch mal gerne täglich mehrere hundert MiB an Paketen zur Verfügung stellt. Dank apt-offline kann ich nun eine Signaturdatei auf meinem Debian-Rechner erstellen und die tatsächlichen Pakete dann auf der Windows-Kiste herunterladen. Das ist schnell, einfach und ich belaste mein Traffickonto nicht!

Debian:

# aptitude update && apt-offline set  plop.sig

Signaturdatei wird mit den Daten aus der apt-Datenbank erstellt

Win:

C:\\Python26\\apt-offline> md debs
C:\\Python26\\apt-offline> python apt-offline get -d debs -t 2 plop.sig

Auf Grundlage der Signaturdatei plop.sig werden die Pakete in das Verzeichnis debs heruntergeladen. Nun das Verzeichnis debs auf den Debian-Rechner überführen und

Debian:

# apt-offline install /root/debs && aptitude upgrade

von apt-offline die Daten in das /var/cache/apt/archives-Verzeichnis kopieren lassen, damit dann aptitude die Pakete nur noch zu installieren braucht.

apt-offline ist in Python geschrieben (benötigt mindestens Version 2.5), was ja auf fast jedem Linuxrechner zu finden sein sollte, aber bei Windows sieht das anders aus. Ich empfehle daher Python 2.6, da diese Version unter Windows 2000 bis hin zu Win7 ohne Probleme läuft.


Next post:

  1. Deutscher IT-Sicherheitskongress

Previous post: hide your data